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Natürlicher geht nicht

7 Produkte zum Selbermachen und Küchen-Tipps

Letzen Winter habe ich mich an der süditalienischen Küste in einem kleinen Häuschen direkt am Meer versteckt. Eine dringend benötigte Auszeit, in der ich nicht nur unglaublich viel gute Pasta gegessen habe, sondern auch endlich auch mal die Ruhe fand, um selber Deo zu mixen. Das klingt jetzt vielleicht banal: Aber das wollte ich schon so lange Mal ausprobieren!

Wenn ich Produkte selber zusammenmische, bin ich mindestens so entspannt wie nach zwei Stunden Yoga. Und danach habe ich etwas, an dem ich jeden Tag Freude habe und auch genau weiss, was drin ist. Denn was wir auf unseren Körper schmieren, wird zu einem Teil von uns, darum will ich am liebsten nur das Allerbeste aus der Natur dafür.

Hier kommen sieben Rezepte und Küchen-Tipps, an die ich mich halte, weil sie einfach so wunderbar funktionieren. Mittlerweile stehen meine schönsten Küchen-Schälchen im Badezimmer, weil ich da immer wieder Dinge frisch anmische. Schön minimalistisch und aufgeräumt sieht's auch noch aus!

Das einfachste Shampoo der Welt


Unsere Haare sehen ohne all die vielen Produkte aus dem Supermarkt am besten aus. Das glaubt man kaum und es dauert auch ein paar Wochen nach der Umstellung – nach jahrelangem Gebrauch von herkömmlichem Shampoo – aber es lohnt sich.

  • 2 TL Natron
  • wenig Wasser

Genau diese zwei Zutaten braucht es für das unkomplizierteste Shampoo überhaupt. Mische dir eine kleine Paste und massiere diese ins nasse Haar. Und das ruhig für ein paar Minuten – und die Kopfhaut nicht vergessen. Wer sehr lange oder viele Haare hat, soll ein bisschen mehr von beidem nehmen. Das Ergebnis: Surfermässige Haare, die guten Griff haben und sich schön sauber anfühlen.

Spülung für glänzendes Haar

 

  • 2 EL Apfelessig (Bio)
  • 3 dl kaltes Wasser

Auch hier brauchst du nur kurz in deinen Küchenschrank zu greifen: Spüle deine Haare nach der Haarwäsche mit dieser Rinse und deine Haare glänzen nachher wunderbar. Der Essiggeruch verfliegt, sobald deine Haare trocken sind. Und wer ganz sicher sein will, knetet nachher grad noch folgendes Produkt in die Haare…

Haargel aus Leinsamen

 

Dieses natürliche Haargel klebt nicht in den Fingern und gibt deinen Haaren – speziell gut für Locken – einen tollen Halt.

  • 5 EL Leinsamen (Bio)
  • 2 dl Wasser

Die Leinsamen im Wasser aufkochen und für ca. zehn Minuten bei mittlerer Hitze leicht köcheln lassen. Durch ein feines Sieb oder Windeltuch in ein Schraubglas geben und abkühlen lassen. Danach im Kühlschrank aufbewahren, hält cira 4-5 Tage. Daher immer nur kleine Portionen vorbereiten.
 

Tipp 1: Du kannst auch eine grössere Menge kochen und das Gel auf kleinere Gläschen aufteilen, von denen du den Rest im Tiefkühler lagerst.

Tipp 2: Gib nach dem Abkühlen einen Tropfen (das reicht!) ätherisches Öl deiner Wahl dazu. Mein Favorit: Jasmin. Morgens kannst du deine Haare einfach mit etwas Wasser befeuchten, von dem Gel reinkneten und sie sind wieder wie frisch gewaschen.

Tipp 3: Die Leinsamen nach der Gel-Produktion nicht wegwerfen, sondern ins Müesli geben oder zu Crackern backen. Die Anleitung für die besten Cracker überhaupt findest du auf Petras Blog

Deo ohne Aluminium

 

Deos mit Aluminiumsalzen stehen im Verdacht, Brustkrebs auszulösen. Darum probiere ich mich seit Jahren durch das Sortiment der aluminiumfreien Deos. Doch keines wirkt so gut, wie mein selber zusammengemixtes. Darauf bin ich ein bisschen stolz und das Rezept teile ich hier sehr gerne mit euch:

Zutaten:

  • 2 EL Natron
  • 2 EL Maisstärke
  • 2 TL Kokosöl
  • 3 Tropfen ätherisches Öl, z.B. Rosmarin-Öl

Die ersten drei Zutaten im Wasserbad langsam erwärmen und unter stetem Rühren vermischen. Vom Herd nehmen und nach ein paar Minuten Abkühlen das ätherische Öl dazugeben. Rosmarin-Öl wirkt Schweiss- und Entzündungshemmend. Es eignen sich aber auch Limette, Sandelholz, Lavendel, Jasmin – nehmt einfach euren Lieblingsduft. Schliesslich schmiert ihr euch das Deo ja jeden Tag unter die Achseln, daher soll es schön Freude machen. 

Hinweis: Das Deo ist nach der Herstellung noch flüssig, dickt aber durch das Abkühlen ein und wird zu einer cremigen Paste. Wenn's dir am nächsten Tag trotzdem noch zu flüssig erscheint, kannst du die Masse nochmals im Wasserbad schmelzen und mit zusätzlicher Zugabe von Maisstärke vermengen. Oder du bewahrst das Deo einfach im Kühlschrank auf – besonders erfrischend im Sommer.

Tipp: Um Energie und Zeit zu sparen, kannst du auch direkt die zehnfache Menge produzieren und in kleine Gläschen abfüllen. Noch schön beschriften und du hast einen Vorrat fürs ganze Jahr oder das perfekte Geschenk für deine Freunde. 

Schön sauber: Haushaltsreiniger aus Zitrusfrüchten

 

Am liebsten putze ich mit Mitteln, die gut riechen – und zwar ganz ohne künstliche Note. Die Chemie-Keulen aus dem Supermarkt vermeide ich wenn möglich, denn sie belasten die Umwelt und enthalten oftmals auch noch Mikroplastik. Einfacher und günstiger und genau so effizient geht's mit diesem Allround-Haushaltsreiniger zum Selbermachen:

Zutaten:

  • Schalen von 4-6 Zitrusfrüchten, z.B. Zitronen, Limetten, Orangen, Mandarinen, etc.
  • Haushaltsessig
  • ein Schraubglas
  • Sprühflasche

Zubereitung:

  1. Schalen dicht in ein Schraubglas füllen
  2. mit Essig aufgiessen, bis die Schalen komplett bedeckt sind (evtl. noch Mal nachgiessen, wenn die Schalen Essig aufgesogen haben – sonst kann sich Schimmel bilden)
  3. 2-3 Wochen im verschlossenen Glas aufbewahren
  4. wenn der Essig sich etwas dunkel verfärbt hat und nach Zitrusfrüchten riecht, ist dein Haushaltsreiniger fertig
  5. den Essig in eine Sprühflasche füllen (ohne die Schalen) und damit dein Heim blitzblank putzen

Info: Dieser Zitrusreiniger löst Kalk, riecht fein und frisch und kann unverdünnt angewendet werden. Er eignet sich jedoch nicht für Natursteinböden, da Kalk und andere Mineralien gelöst werden können. Auch für Silikonfugen, Gummidichtungen sowie für Linoleumböden sind Reiniger mit hohem Essiganteil nur bedingt geeignet, da die Wirkstoffe des Essigs die Fugen porös machen können. Verwende für das Reinigen von Silikonfugen besser Zitronensäure oder Natron.

Dieses Rezept stammt vom Ideenportal smarticular für ein einfaches und nachhaltiges Leben. Dort findet ihr noch viel mehr Tipps zum Thema Nachhaltigkeit.

 

Eierschalen: Das Allround-Talent

 

Du backst gerne Kuchen oder geniesst ab und zu ein Ei zum „Z’morge“? Dann behalte nächstes Mal unbedingt die Schalen. Damit kann man jede Menge anstellen.

 

Ein paar Ideen:

  • Breche die Schale in grössere Stücke und lege sie um deine Pflanzen im Garten, die du vor Schnecken schützen willst. Diese mögen die scharfen Kanten nicht und lassen so (hoffentlich) deinen Salat, Basilikum und andere feine Gewächse in Ruhe.

  • Eierschalen reichern jeden Kompost an, da sie den Boden mit Calcium anreichern und so der Übersäuerung des Bodens entgegenwirken. Auch Regenwürmer essen gerne Eierschalen, daher sind sie super, wenn du den Wormup Komposter zu Hause hast.

  • Säubere die Schalen unter Wasser, trockne sie dann im Backofen aus (nutze die Restwärme, wenn du einen Kuchen gebacken hast) um sie zu desinfizieren und zerstosse sie danach in einem Mörser. Dieses Pulver mischst du mit etwas Natron und Zitronensäure und hast so ein wunderbares Scheuerpulver. Nimm zum Putzen einen feuchten Lappen, etwas Pulver und reinige so eingetrocknete Pfannen, Oberflächen im Bad und in der Küche und vieles mehr.

Auf dem Ideenportal smarticular findest du noch mehr Anwendungstipps, mit denen du nie gerechnet hättest. Also ich habe auf jeden Fall schön gestaunt.

Gemüsereste aufbewahren

 

Wer gerne für sich zuhause frisch kocht, hat meistens jede Menge “Küchenabfall“. Bevor dieser in den Kompost wandert, kannst du vieles davon aber noch nutzen.

  • Bouillon selber machen: Nimm die Schalen von (Bio)-Karotten, Kartoffeln, Sellerie, Zwiebeln und anderem Gemüse und koche sie für mindestens eine Stunde mit reichlich Wasser, Salz und Pfeffer (je länger, desto aromatischer). Danach entfernst du die Schalen und köchelst die Flüssigkeit ein. Fertig ist deine eigene Bouillon, die fantastisch schmeckt. Gerade Zwiebelschalen geben den schönen Umami-Geschmack, der Saucen, Eintöpfe und Suppen verfeinert. In einer sauberen Glasflasche verschlossen, hält sich die Bouillon ein paar Wochen im Kühlschrank.

  • Neu anpflanzen statt wegschmeissen: Zwiebeln, Salat, Frühlingszwiebeln, Kräuter – so ziemlich alles Frische, was wir in der Küche verwenden, können wir danach wieder in die Erde stecken und neu wachsen lassen – anstatt es wegzuschmeissen. Behalte zum Beispiel von der Frühlingszwiebel das untere (weisse) Ende, befestige es mit Zahnstochern so, dass der unterste Teil in ein Wasserglas ragt und schaue zu, wie die Frühlingszwiebel Tag für Tag wieder wächst. Dafür brauchst du nicht einmal einen Balkon, geschweige denn einen Garten – stelle das Glas einfach irgendwo ans Fenster. In diesem Video siehst du, wie du Gemüse, Früchte und Kräuter wieder anpflanzt.

  • Küchenkräuter einfrieren: Wer kennt es nicht, man kocht ein Gericht und braucht dazu unbedingt Koriander, verwendet aber nur einen Teil und der Rest vergammelt dann im Kühlschrank? Besser: Schneide die Kräuter klein, lege sie in Eiswürfelformen und fülle diese mit Bouillon (jetzt weisst du ja, wie du die selber machst) oder Olivenöl auf und friere sie ein. Damit brätst du nächstes Mal Gemüse oder den Fisch an. 

Mit diesen Tipps trägst du dazu bei, dass wir wertvolle Ressourcen unserer Umwelt schonen und wieder etwas zur Natürlichkeit zurückkehren. Wenn ich schaue, was meine Eltern und Grosseltern noch alles selber gemacht haben, finde ich es manchmal ganz schön absurd, welche künstlichen Produkte heute bei uns allen rumstehen. Es braucht so wenig – im Gegenteil – wir können sogar Dinge recyclen, sparen dabei Geld und Spass macht's auch.

Also mir gefällt das. Und dir? Was machst du alles selber? Und teilst du dein geheimes Lieblingsrezept mit uns? Ich freue mich!

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